Preise

Kassenpatienten

Grundsätzlich wird eine kieferorthopädische Behandlung nur dann von der Krankenkasse getragen, wenn der Patient in eine KIG (kieferorthopädische Indikationsgruppe) größer oder gleich 3 fällt. Die KIG sagt dabei aus, wie schwer die Zahnfehlstellung ist. In welche KIG der Patient fällt, kann der Kieferorthopäde normalerweise beim Erstgespräch voraussagen, in Grenzfällen aber auch erst nach der Diagnostik. Fällt die KIG kleiner als 3 aus, so übernimmt die Krankenkasse leider garnichts. Soll also eine kieferorthopädische Behandlung mit KIG 1 oder 2 stattfinden, so ist dies bei einem Kassenpatienten komplett privat zu finanzieren. Eine Zusatzversicherung kann in diesem Fall aber greifen.
Wird ein KIG höher oder gleich 3 festgestellt, so reichen wir nach erfolgter Diagnostik bei der Krankenversicherung einen Behandlungsplan ein. Manchmal wird dieser durch einen unabhängigen Gutachter überprüft, im Allgemeinen wird er aber direkt genehmigt. Wie eine normale Behandlung abläuft, seht ihr hier. Leistungen
Kommt es zu einer festen Zahnspange (Multiband), so entstehen oftmals Zusatzkosten. Zum einen gibt es außervertragliche Leistungen, zum anderen Mehrkostenvereinbarungen. Beide dienen dazu, das Niveau der Behandlung anzuheben - natürlich zum Wohle des Patienten -, beide gehen aber über das Budget der gesetzlichen Krankenkasse hinaus. So werden beispielsweise besonders weiche Bögen (ugs. Drähte) verwendet, welche im Vergleich zu herkömmlichen Bögen weniger Kraft auf die Zähne ausüben und somit die Wurzeln schonen und weniger Schmerzen verursachen. Des Weiteren können andere Brackets verwendet werden - unter anderem auch aus Keramik, es können mehr Photos gemacht werden welche zur Vorher/Nachher Dokumentation helfen oder auch mehrere Zwischendiagnostiken gemacht werden um die Behandlung besser kontrollieren zu können. Dies sind nur Beispiele. Wichtig ist aber, dass solche Leistungen vom Patienten privat getragen werden müssen, auch in solchen Fällen kann eine Zusatzversicherung sinnvoll sein, oftmals werden solche Leistungen durch sie abgedeckt. Einige der Kosten sind übrigens als Differenzbetrag zu verstehen. Bei einem „upgrade“ zur normalen Zahnspange muss nur die Differenz zwischen „teurer“ und Kassenleistung vom Patienten privat bezahlt werden. Dies ist aber auf jeder Mehrkostenvereinbarung detailliert aufgeführt.
Um bei der Finanzierung jeglicher Kosten in der Praxis zu helfen, bieten wir auch ein Ratenzahlungssystem an. Dabei werden die entstehenden Kosten auf eine vorher vereinbarte monatliche Rate (z.B.: 30 Euro) und über einen bestimmten Zeitraum (z.B.: 2 Jahre) aufgeteilt. Zusätzlich kann - falls gewünscht - ein SEPA-Lastschriftverfahren vereinbart werden.
Genaue Informationen zu KIG, Mehrkosten, außervertraglichen Leistungen, voraussichtlicher Behandlungsdauer, Behandlungsmöglichen und Alternativen bekommt ihr bei uns immer alle beim Erstgespräch. Während der Behandlung sollten keine zusätzlichen Kosten entstehen, über welche vorher nicht umfangreich aufgeklärt wurde. Außerdem werden bei uns beim Erstgespräch grundsätzlich keine Verträge unterschrieben, wir wollen dem Patienten immer die Möglichkeit geben, sich zu Hause nochmal in Ruhe alles zu überlegen, sich im Internet weiterführend zu informieren oder sich eine Zweitmeinung einzuholen. Denn: Eine Behandlung kann nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn eine Vertrauensbasis vorhanden ist - und das gilt für beide Seiten.

Privatpatienten

Hier ist die Sachlage ein wenig anders. Derzeit ist es so, dass privat Krankenversicherte keiner Einteilung nach Schwierigkeitsgraden unterliegen. Eine Behandlung muss kieferorthopädisch indiziert (ugs. medizinisch notwenig) sein, dann wird eine Behandlung normalerweise auch übernommen. Selbstverständlich bedarf es dazu auch einer Diagnostik, anhand welcher ein Behandlungsplan erstellt wird. Diesen kann der Versicherte dann bei seiner jeweiligen Versicherung einreichen und sich den Umfang der Kostenübernahme bescheinigen lassen. Bedenkt aber bitte, dass der Patient letztendlich den Behandlungsplan unterschreibt und somit in die Behandlung einwilligt! Wir stehen in keinem vertraglichen Verhältnis zur jeweiligen Versicherung, sondern stellen unsere Rechnungen direkt an den Patienten oder dessen Eltern. In Ausnahmefällen kann es zu Erstattungsschwierigkeiten kommen, jedoch sind wir stets bemüht, dies zu vermeiden. Unsere Regel ist der 2,3-fache Satz, hier sollte in unseren Augen eigentlich alles finanziell abdeckt sein, in selten Fällen müssen wir darüber bis zum 3,5-fachen Satz gehen, allerdings gehen wir manchmal auch bis zum 1.0-fachen Satz runter. Über den sowieso schon seltenen 3,5-fachen Satz hinaus sind wir noch nie gegangen und haben es auch in Zukunft nicht vor.

Selbstzahler

Muss die Zahnspangenbehandlung privat bezahlt werden, sollten Sie sich über eine Zusatzversicherung informieren. Falls diese aber nicht in Frage kommt, kann eine Gesamtbehandlung auch mit Ratenzahlung erfolgen. Die monatliche Rate sowieso die Laufzeit sind dabei variabel und werden mit uns hier vor Ort ausgemacht. Zinsen oder zusätzliche Gebühren werden dabei nicht verlangt.